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Unteralpfen ist bei den Mineraliensammlern bekannt durch seine blutroten
Karneole. In Drusen der achatartig hell-bis dunkelrot gebänderten
Karneole können weisse Quarzkristalle, manchmal aber auch Amethyst
aufreten. Die für den Sammler interessanten Stücke kommen im
sogenannten Karneolhorizont zwischen dem unteren und oberen Buntsandstein
vor. Der untere Buntsandstein eignete sich sehr gut zur Herstellung von
Mühlrädern und wurde für diesen Zweck auch bei Waldshut,
Albbruck, Dogern und an anderen Stellen abgebaut. In den hier befindlichen
Steinbrüchen wurden aus den Sandsteinbänken aber hauptsächlich
Steinquader für Bauzwecke gewonnen. So wurde der Dom von St. Blasien
mit seiner grossen Kuppel aus diesen Steinen errichtet, auch die Kirche
von Unteralpfen besteht aus Sandstein von diesem Ort.
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Heute
sind die Steinbrüche verfallen, mit Wald bewachsen und im Gelände
sind nur noch tiefe Pingen und breite Gräben zu erkennen. Der
Sturm "Lothar" wütete hier besonders heftig und legte
im Bereich der früheren Abbaue praktisch alle Bäume um.
Die Grundbesitzer sind bis heute damit beschäftigt, das (inzwischen
vom Borkenkäfer befallene) Holz zu bergen. "Lothar"
richtete einen so grossen Flurschaden an, dass die Tätigkeiten
einiger Sammler hier eigentlich nicht sonderlich auffallen. Trotzdem
wurde aber der Ordnung halber der Grundbesitzer, Herr Hässig,
vor der Exkursion um Sammel- und Graberlaubnis angefragt. Diese wurde
uns auch freundlicherweise ohne Weiteres erteilt, vielen Dank noch
einmal. So konnte es also mit bestem Gewissen mit dem Klopfen und
Graben losgehen. |
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Werni
war der erste vor Ort. Er hatte nicht nur einen Sonnenschrim mitgebracht,
sondern auch einen Grill, Brot, Würste, Wein, Bier, Cola, Fanta,
Mineralwasser, Kaffee, Kuchen und Vieles mehr. Werni hat hier die
reinste Ausflugsbeiz aufgebaut. Grossen Dank für diesen Service!
Damit die Örtlichkeit auch von Allen gefunden wird, fungierte
Vally als "Platzanweiserin" beim Parkplatz. |
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Bald
wurde der Wald, und hier natürlich hauptsächlich die besonders
höffigen Bereiche, von rund 25 Mitgliedern erstürmt. Erstaunt
stellten wir fest, dass ein einheimischer Sammler in den letzten Monaten
einen Stollen vorgetrieben hatte, der inzwischen rund 10 Meter tief
ist. Ein Bergmann dürfte den Ausbau in dem brüchigen Gestein
aber nicht begutachten und die Mitglieder wurden davor gewarnt, dieses
potentielle Grab zu betreten! Einzig zur Fotodokumentation wurde das
"Werk" kurzfristig befahren.
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Vally
durchsucht die Abraumhalde. |
Manche
buddelten alleine oder gemeinsam,
einige Aussenseiter sammelten weiter weg vom "Rudel".
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der harten Arbeit war die Freude gross beim Fund eines guten Stücks. |
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glühten die Kohlen, der Grill konnte beschickt werden und bald
waren die Claims vorübergehend verlassen. Küchenchef Werni
konnte sich in der Mittagspause des Ansturms kaum erwehren und hatte
alle Hände voll zu tun. |
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Danach
ging es mit neuen Kräften weiter. Felix, "der Glückliche"
fand bei "Minus 80 Zentimetern" eine Schicht mit schönen
breiten Karneolbändern von guter Farbe, manchmal mit kleinen
Quarzdrusen. Er füllte nach und nach einen ganzen Eimer voll
mit Stücken bis 25x15 cm Grösse.
Ausdauer und harte Arbeit werden also doch belohnt. |
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Es wäre eine
tolle, rundum gelungene Exkursion gewesen, wäre da nicht ein Wermutstropfen:
Vally hat sich während der Exkursion im Brombeergestrüpp verfangen
und war gestürzt. Tapfer hat sie sich unter grossen Schmerzen und
mit der Unterstützung von Karin zum Auto geschleppt, im Spital wurde
dann ein Beinbruch diagnostiziert - sehr schade - auch für Werni,
der diesen Trip doch bestens organisiert hatte. Er musste Unteralpfen
nun vorzeitig verlassen und seine verletzte Frau zum Arzt bringen. Von
hier die besten Genesungswünsche an Vally.
Die Anderen blieben
aber auch nicht mehr allzu lange. Zuhause angekommen wurde dann nach dem
Leeren der Rucksäcke festgestellt: Es steht viel Arbeit bevor: Waschen,
sägen, schleifen und polieren.

In der Folge einige Bilder der gesammelten Stücke, die bereits fertig
sind.
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