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01.
März 2004 , 04.00 Uhr: Ganz Basel ist auf den Beinen, dem Morgestraich
beizuwohnen oder gar selbst aktiv mitzumachen.
Ganz Basel? Aber nein,
da gibt es 12 "Morgestraich-Muffel", die sich um diese Zeit
einfach noch einmal umdrehen und die Wärme der Bettdecke geniessen.
Draussen ist es zwar trocken, aber kalt. Trotzdem können auch sie
vor der Kälte bald nicht mehr flüchten, denn sie haben sich wie in
den Jahren zuvor beim Parkplatz Eglisee verabredet - um 07.00 Uhr,
das Thermometer misst gerade mal Minus 2 Grad. |
Spätestens
nach diesem krassen Temperaturunterschied hellwach, begeben sie sich
auf die Autobahn.
Natürlich würden sie die Clara inzwischen auch im Schlaf finden. Sogar
die deutsche Grenze kann noch reibungslos, ohne Stau und ohne pingelige
Personenkontrollen, passiert werden.
Bei der Aufbereitung angekommen, ist die Temperatur immer noch die
gleiche und beim Umziehen sträuben sich alle Haare. |
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Gut
gerüstet mit warmen Klamotten und schwerem Gezähe werden bald die
Halden erstürmt. Vorher hat der Werni noch die Eintrittsgebühr bezahlt.
Die Sektion Basel hat auch in diesem Jahr die Kosten übernommen und
auch in diesem Jahr gilt: ein herzliches Dankeschön dafür!
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Gleich
zu Beginn, man hatte noch nicht einmal die Rucksäcke richtig auf der
bekannten Mauer abgelegt,findet Robi einen grossen Kristall. Quarz?
Fluorit? Marienglas? Nein, Eis!! Das Wasser war mit einer Eisschicht
überzogen, das beim Betreten zerbrochen ist. Auch das ältere Schüttgut
ist "pickelhart" gefroren und es wird schon befürchtet,
die wenigen Schneeflocken könnten die Haldenberge mit einem weissen
Film überziehen, sodass man die Mineralien nicht mehr sehen kann.
Aber die Lastwagen kommen ja direkt aus dem Stollen und das Material
ist entsprechend warm. |
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Und
da kommt ein Wagen voll grüner Brocken. Es ist der zweite, der an
diesem Morgen abläd. Der Urs kann gerade noch zur Seite springen,
um einem grossen "Eumel" auszuweichen, der die Halde herunterkugelt.
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Voll Wut macht
Urs sich über den Brocken her, der sich erlaubt hat, ihm bedrohlich
zu werden. Ein wohlgezielter Schlag mit dem Schlägel teilt ihn in
zwei Teile: Alles grün und blau! Löcher bis 7 cm Breite mit Malachit,
Cornwallit, Klinoklas und auf der Spaltfläche: Azuritkrusten. Der
Urs verzeiht dem Brocken natürlich sofort, dass er so gefährlich
auf ihn zugerollt war und trägt die beiden Hälften zur Mauer hin.
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Detailansicht
mit 7 cm breiter Druse
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Malachit,Cornwallit,BB=
4cm
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ER
kanns noch nicht fassen!
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und
der Claudio staunt
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Dort hat sich
inzwischen so Einiges angesammelt, denn auch die Anderen haben fleissig
gearbeitet und eine ganze Palette der unterschiedlichsten Claramineralien
gefunden. Der Werni zum Beispiel hat auch einen Schlägel. Mit diesem
öffnet er eine Spalte mit Quarz, der mit einzelnen Azuritkügelchen
bis 5 mm Durchmesser übersät ist. Auch dieser Fund wird von den
Kollegen begutachtet und für gut befunden, einen Sonderplatz in
Wernis Vitrine zu erhalten:
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Azurit, Bildbreiten
= 12 cm / 2 cm / 1 cm |

Klinoklas, Cornwallit
BB=8mm |
Es
findet sich häufig auch Klinoklas. Leider wird die SuperIadung von
nachfolgenden Lastwagenfuhren überdeckt. Sie sind uninteressanter,
aber gefunden wird trotzdem immer wieder etwas. Nach und nach kommen
auch in diesem Jahr wieder einige "Symbadische" Sammler
dazu
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und während des Fachsimpelns werden die Hände und Füsse kalt. Werni
schafft mit warmem Kaffe und einem ausgesuchten Sortiment "Schnäpsli"
Abhilfe. |
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Nach
dem eher spartanischen Mittagessen zeigt sich sogar zweimal für wenige
Minuten die Sonne, die Temperatur war auf +2 Grad geklettert. Aber
der Drang nach einer warmen Mahlzeit in einer gepflegten Beiz wird
bei einigen trotzdem so gross, dass sich der Hauptteil der Anwesenden
zur gemütlichen Wolfsklause aufmacht. Nur einige wenige Unentwegte
bleiben und hoffen, es komme noch einmal eine so schöne Fuhre wie
am Morgen. Sie sind geblieben, obwohl sie gewusst haben: auch die
Spesen im Gasthaus werden vom Basler Verein übernommen. Auch hierfür
ein grosses Dankeschön an den Verein!
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| Aber
so sind halt die Angefressenen, sie geben nie die Hoffnung auf. Die
erste Exkursion im Jahr 2004 lässt erkennen, dass die Kondition nach
dem Winter noch nicht so ganz da ist und die Arme werden müder, die
Schläge auf die harten Quarzbrocken und die dichten, zähen Fluorite
immer kraftloser. Und so kommt es, dass auch die letzten Unentwegten
gegen 15.30 Uhr die Rucksäcke packen die Funde und die müden Knochen
ins Auto packen.
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Die
Halden sind danach wie leergefegt. |
Um
18.00 Uhr sind alle wieder wohlbehalten in Basel, die einen müde und
gestärkt von Schwarzwälder Spezialitäten, die anderen nur müde. Alle
aber haben ein zufriedenes Lächeln im Gesicht: gut gefunden, auch
gediegen Silber und Kupfer, und jeder denkt bei sich: wir kommen nächstes
Jahr wieder,
wenn es in Basel wieder heisst: |
"Morgestraich
- Vorwärts
marsch". |
Hier noch eine kleine
Auswahl von dem, was am 01. März gefunden wurde:
Ba-Pharmakosiderit
BB=4mm |
Baryt
BB=6cm |
Baryt,
Cornwallit
BB=6 mm |
Baryt,
Cornwallit
BB=6 mm |
Chenevixit
auf Quarz
BB=3,5cm |
Connellit
auf Cuprit
BB=3mm |
Cuprit
BB=6mm |
Cornwallit
BB=1 cm |
Silber
auf Fahlerz
BB=8mm |
Kupfer,
Fahlerz, Cuprit
BB=7mm |
Malachit
BB=4,5cm |
Malachit,
Cornwallit
BB=6cm |
Agardit
BB=1,5cm |
Olivenit
BB=2,5cm |
Silber
BB=5mm |
Silber
BB=3mm |
Stolzit
BB=6mm |
Stolzit
BB=1,3cm
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Klinoklas
BB=6mm |
Klinoklas
BB=3mm |
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