| Kugeln schleifen - | Teil 2 | |||||||||||||||||
Nachdem wir mit den selbst angefertigten Schleifrädern schon recht gute Ergebnisse erzielen konnten, habe ich mich umgehört und umgesehen, wie andere Hobbyschleifer Kugeln schleifen. Dabei bin ich auf eine weitere Möglichkeit gestossen: Schleiftöpfe aus Wasserleitungsrohren. Kaum zu glauben, aber lesen Sie weiter: Voraussetzung:
Für die Schleifgänge
benötigen Sie jeweils 2 Schleiftöpfe.
Ein Schleiftopf wird nun in die Bohrung der Planschleifmaschine geschraubt, der andere auf eine Bohrmaschine. In den Topf der Planschleifmaschine gibt man für den ersten Schleifgang zunächst Silizium-Karbid der Körnung 80 hinein und befeuchtet es mit Wasser. Die Steine werden zuvor wie gehabt formatisiert: zuerst wird ein Würfel gesägt, danach die Ecken und Kanten gebrochen und auf dem Diamantrad grob gerundet (siehe erster Beitrag:" Kugelschleifen"). Die rohe Kugel, oder das was es einmal werden soll, legt man auf den horizontalen Schleiftopf. Anschliessend wird die Bohrmaschine mit dem anderen Schleiftopf von oben darauf gesetzt. Dann wird der Motor der Horizontalscheibe gestartet. Der Schleiftopf an der der Bohrmaschine wird ganz leicht aufgesetzt - und wichtig: schräg gehalten. Sie muss langsam in der entgegengesetzten Richtung der Schleifscheibe drehen. Wenn sich der Stein "festfrisst", muss der Druck der Bohrmaschine nachlassen und gleichzeitig wird der Aufsetzwinkel etwas verändert, damit sich die Kugel schön drehen und "überschlagen" kann.
Sie benötigen pro Korngrösse je ein Paar solcher Schleiftöpfe: eines mit 80er- Körnung für den Grobschliff, eventuell noch Korn 220, dann 400er-Korn, 800er-Korn und zum Schluss eines mit Polierpulver. Die Politur kann auch auf einem Filzrad erfolgen. Mit dieser Methode brauchen Sie nicht das Augenmass wie bei den Schleifrädern des ersten Beitrages: die Kugeln werden von sich aus absolut rund!
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