| Kugeln schleifen - | nicht nur eine Sache für Profis! | |||||||||||||||||||||||||||||
Voraussetzung:
Anschliessend wird
das Rad auf die Welle der Schleifmaschine aufgesetzt und quasi wie auf
einer Drehbank abgefräst, bis es ohne zu schlagen richtig schön
rund läuft. Danach wird die Spanplatte konkav eingefräst. Die
Form entspricht mehr oder weniger einer Halbkugel. Ich verwende dazu einen
Stechbeitel und anschliessend für die Feinarbeit eine halbrunde Holzfeile.
Danach nimmt man das Rad von der Maschine. Nun gilt es, das Schleifmittel (Silizium-Karbid) aufzutragen. Zunächst habe ich Lederfett als Bindemittel verwendet, in die Hohlkehle des Rades aufgetragen und danach Schleifpulver "einmassiert". Es geht, das Fett und das Pulver dringen recht gut in die poröse Spanplatte ein. Das ist ein alter Trick, den ich von einem alten Profi-Schleifer erhalten habe. Ich habe aber festgestellt, dass es noch besser ist, das Schleifpulver mit einem Zweikomponentenkleber (z.B. Araldit) zu vermischen und auf das Schleifrad aufzutragen.
Erfahrungsgemäss brauchen Sie vier solche Schleifräder: eines mit 80er- Körnung für den Grobschliff, dann 400er-Korn, 800er-Korn und zum Schluss eines mit Polierpulver. Jetzt könnte es eigentlich losgehen mit dem Kugelschleifen, aber: aus einem unförmigen Stein Unmengen an Material wegzuschleifen: das geht zu lange. Deshalb wird der Stein mit der Diamantsäge einigermassen in Form geschnitten. Zunächst wird ein Quader angefertigt, der dann in Würfel zersägt wird oder man schneidet gleich einen Würfel. Danach werden die Ecken und Kanten abgeschnitten:
Nach einem groben Rundschliff auf dem Diamantschleifrad kann es dann tatsächlich losgehen: Formschliff mit Körnung 80, dann wie oben beschrieben Korn 400, anschliessend 800 und zuletzt die Politur.
Das Ergebnis kann
sich aber schon einmal sehen lassen, oder nicht?
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