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Am 27. April
2003 wanderte ich mit meiner Partnerin Edith Grossen im Gadmertal
gegenüber der Trift, Richtung Tällihütte, um mit
dem Feldstecher die Verhältnisse auf dem Weg zur Windegg zu
beurteilen. Wir zogen die Wanderung über die geteerte Strasse
vor, welche sich etwas weiter zog als der übliche Wanderweg.
Kaum fünf
Minuten unterwegs sah ich am Strassenrand eine Kreuzotter, die sich
von der Morgensonne aufwärmen liess. Da sie uns kaum beachtete
konnte ich in aller Ruhe einige Fotos schiessen. Nach gut eineinhalb
Stunden konnten wir zwar mit dem Feldstecher ins Triffttal Einblick
nehmen, jedoch musste ich erkennen, dass im Moment noch zu viel
Schnee lag um zu Strahlen. Etwas Geduld musste ich schon noch aufbringen.
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| Während
ich die Berglandschaft betrachtete fiel mir auf, dass in diesem Gebiet
auch Granit vorkommt, welcher auf mögliche Klüfte hinwies.
Vor allem ein grösserer Granitblock fiel mir ins Auge, welcher
Vorbote für ein Quarzband sein könnte. Bevor wir meine Vermutung
genauer prüfen konnten, gönnten wir uns eine kleine Pause
und stärkten uns mit einem kleinen Lunch. Das Wetter zeigte sich
an diesem Tag leider von der bewölkten Seite und ein kalter Wind
bliess uns entgegen. Aufgrund dessen begaben wir uns nach einer kurzen
Rast zur vorher entdeckten Stelle. Ich musste viele Grasbüschel
und Wurzeln wegräumen, doch es sah gut aus und ein schönes
Stüfchen Quarz und Albit kamen zum Vorschein. |
Jene Stelle die ich bearbeitete war rund sieben Meter hoch, was das
Stehen am Fels etwas mühsam machte. Diverse weitere Stufen konnte
ich noch aus der Kluft bergen, welche jedoch sehr stark mit kleinen
Wurzeln verschmutzt waren. Da sich das Wetter weiter verschlechterte
beendete ich die Arbeit am Fels und wir traten den Heimweg Richtung
Tal an.
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Eine
Woche später - an diesem Tag waren die Wetterverhältnisse
besser, besuchte ich mit Lukas Wetter nochmals die gleiche Kluft.
Diesmal befestigten wir ein Seil, was die Arbeit an der schwierigen
Stelle erleichterte. Wir konnten einige schöne Stücke bergen.
Die quarz- und albithaltigen Stufen waren wiederum stark verschmutzt.
Die entdeckte Kluft habe ich nie belegt, da es mir fast unwahrscheinlich
erschien, dass an dieser Stelle jemand nach Kristallen suchen würde. |
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Anlässlich
einer Begehung des Tälliklettersteigs besuchte ich die Kluft
erneut und stellte fest, dass sich meine Vermutung als richtig erwies.
Seit meinem letzten Besuch war niemand anderer in der Kluft. Der Beweis
dafür waren jene Stücke, welche Lukas und ich beim letzten
Mal zurückliessen. Alle waren noch da. |
| Fünf
Jahre später im Jahre 2008, zog es meinen Kollegen und mich ein
wiederum zur Birchlaui. Trotz der Lage auf der Südseite gab es
noch viel zu viel Schnee, was das Strahlen verunmöglichte. Im
Gebiet der Tällihütte konnten wir noch fast einen Meter
Schnee messen. Trotz dieser eher winterlichen Verhältnisse besuchten
wir noch einmal die Kluft im Birchlaui. |
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Fadenquarz |
Mit etwas Werkzeug
ausgerüstet grübelten wir ein weiteres Mal in der leeren
Kluft und staunten nicht schlecht, als ich nach einer Stunde in einer
versteckten Nische einen Fadenquarz von sieben Zentimetern bergen
konnte. Mit diesem Fund wurde der wunderschöne Frühlingstag
mit viel Schnee doch noch ein kleiner Erfolg. Doch, auch wenn wir
nichts gefunden hätten, würden wir die schöne Wanderung
in dieser herrlichen Umgebung in guter Erinnerung behalten
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